Lösungen durch Systemaufstellungen
Aktuelle Probleme oder schwierige Beziehungssituationen, die wir nicht verstehen können, lassen in uns den Wunsch nach Überblick und Lösung entstehen. Um dahin zu gelangen, können die unterschiedlichsten Methoden eingesetzt werden. Welche davon am geeignetsten ist, ist unter anderem auch abhängig vom Ausgangspunkt und den persönlichen Neigungen.
Die systemische Aufstellung ist eine bewährte Methode, Zusammenhänge sicht- und erlebbar zu machen. Sie kann der erste Schritt sein zu einer dauerhaften Veränderung, zum Beispiel bei einem der folgenden Phänomene im persönlichen Bereich:
- Dass Sie sich immer wieder die Frage stellen, wo Sie Ihren Platz im Leben finden.
- Dass Sie eine unbegründete Schwermut und Trauer belastet.
- Dass Sie in Ihrem Lebensfluss blockiert sind.
- Dass Sie an sich Dinge entdecken, die Sie an Ihrem Vater, an Ihrer Mutter gestört haben.
- Dass es nicht möglich ist, über den Tod eines früh verstorbenen Kindes hinweg zu kommen.
- Dass Sie beim Zusammentreffen mit einer Person immer wieder in dieselben Verhaltensmuster fallen.
- Dass Sie in einer neuen Partnerschaft wieder an dieselben Grenzen stossen, wie in der vorhergehenden Beziehung.
Beispiele von Phänomenen in Unternehmen und Organisationen für die eine Aufstellung sinnvoll sein kann:
- Trotz grossen Anstrengungen werden bestimmte Probleme nicht kleiner.
- Eine bestimmte Stelle wird immer wieder vakant.
- Die Nachfolge kann nicht zufriedenstellend geregelt werden.
- Es kommt immer wieder ähnlichen unerwünschten Situationen
Zur Methode des Aufstellens
Bert Hellinger beschäftigte sich als Psychotherapeut mit familientherapeutischen Fragen. Er fand, dass bestimmte Probleme ihre Ursache im oft über Generationen hinweg unbewusst übernommenen Erbe an Gefühlen, Meinungen und Lebensprinzipien haben können. Zur Lösung von aktuellen persönlichen Problemen entwikkelte er die Methode des „Familienstellens“. Sie hat sich so kraftvoll erwiesen, dass heute Systemaufstellungen nicht nur für Familien, sondern auch für Unternehmen, Organisationen, eine Erkrankung, ein Land und vieles mehr eingesetzt werden.
Mit der Methode der Systemaufstellung können neue Einsichten gewonnen werden. Diese wirken im Idealfall so, dass sich Lösungen zur Problemsituation ergeben.
Es ist schwierig, das Wesentliche der Aufstellungsarbeit in Worte zu fassen. Es ist wie mit dem Wasser: es ist am einfachsten sich ein Urteil zu bilden, wenn man es selbst erlebt. Darum biete ich die Möglichkeit, die Methode zu „beschnuppern“.
In der ursprünglichen Familienaufstellung stellt eine Person im Zusammenhang mit ihrem Anliegen das innere Bild der eigenen Herkunfts-Familie auf. Dabei werden die einzelnen Familienmitglieder durch andere Anwesende repräsentiert. In der Aufstellung tritt zutage, welche Gefühle und Verhaltenweisen von Vorfahren – auch von längst verstorbenen oder unbekannten Familienmitgliedern – von einem Nachkommen aus innerer Zuneigung und Liebe unbewusst übernommen werden. Solche Verstrickungen können sichtbar gemacht und eventuell gelöst werden. Ebenso eignet sich die Aufstellungsarbeit für Anliegen im Zusammenhang mit der „Gegenwartsfamilie“, d.h. der aktuellen Beziehung.
Bei anderen Fragestellungen, wie zum Beispiel Stellenwechsel, Lösung einer ungünstig wirkenden inneren Überzeugung, Erkrankung, können Strukturaufstellungen Einsichten vermitteln und Lösungswege öffnen.
